Mittwoch, 21. Juni 2017

Ist das Kunst oder kann das weg? - Anmerkungen zum Besuch der documenta 14 (Nachtrag 30.06.2017)

"Expiration Movement"-Weißer Rauch am Fridericianum am Friedrichsplatz
Wer die documenta besucht, sollte museal trainierte Sehgewohnheiten vorübergehend ablegen und sich auf mehr oder weniger radikal-politische Statements einstellen, die zum festen Bestandteil des Programms gehören. Objekte und Veranstaltungen der documenta variieren über die Jahre das Spektrum universeller Themenfelder im politisch-sozialen Raum. Im Zentrum stehen stets globale, zeitlose Themen wie Imperialismus und Kolonialismus, Macht und Ohnmacht, Flucht und Vertreibung, Krieg, Terror, Gewalt, Tod sowie deren Reflexe in Emotionen von Heimat und Fremde, Träumen und Albträumen, Angst, Verlust, Trauer, Sehnsucht, Utopie, Aggression, Traumatisierung etc.. Schwerpunkte von documenta-Ausgaben leiten sich aus zeitgeschichtlich aktuellen politischen Situationen ab. Für die documenta 14 bildet die globale Flüchtlingsproblematik einen identifizierbaren Fokus, der zwar facettenreich in der Thematik 'Athen und Kassel' verwoben ist, aber im Kontext des Gesamtkonzeptes nur geringe Tragkraft zeigt.