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Dienstag, 2. Mai 2023

1.05.2023: GOT LOST & OHNE GARANTIE - Konzerte des Kölner Musik Festivals Acht Brücken

Das Kölner Musikfestival Acht Brücken besteht seit 2011 als Nachfolgefestival der MusikTriennale Köln, die seit 1994 alle 3 Jahr stattfand und der wir etliche nachhaltig beeindruckende Erinnerungen an Konzerten zeitgenössischer avantgardistischer Musik verdanken. Dank Förderung der Stadt Köln, der Kölner Philharmonie, des WDR und weiterer Kulturstiftungen findet das Acht Brücken Festival an verschiedenen Kölner Spielstätten jährlich statt. In vergangenen Jahren waren wir im Zeitraum des Festivals auf Reisen. In diesem Jahr sind wir vor Ort und nutzen am 1. Mai den als Freihafen bezeichneten kostenfreien Festivaltag für den Besuch von zwei für traditionelle Hörgewohnheiten sperrigen, aber für erfahrungsoffene Besucher spannenden Konzerten. 
 
 
 
 
 

Dienstag, 28. November 2017

Human Feel konzertieren mit New Yorker Avantgarde-Jazz im Kölner Stadtgarten

Kurt Rosenwinkwl, Chris Speed, Jim Black Human Feel fand 1987 zur Jazz-Gruppe, während Chris Speed (Tenorsaxophon) Andrew D'Angelo (Altsaxophon) und Jim Black (Schlagzeug) in Boston Musik studierten. Kurt Rosenwinkel (Gitarre), der ebenfalls in Boston Musik studierte, ergänzt seit 1990 die Formation. Human Feel hat nur wenige Alben auf kleinen Labeln veröffentlicht und geht nur selten auf Tournee, weil jeder der Musiker schon lange in eigenen und weiteren parallelen Band-Projekten engagiert ist, wenn er nicht als Gastmusiker Jazz-Größen der us-amerikanischen Avantgarde-Szene bei Life-Auftritten oder Studio-Aufnahmen begleitet. Aktuell tourt Human Feel mit Material der 2016 veröffentlichten Party Favor EP in Europa und gibt u.a. ein Konzert im Kölner Stadtgarten. Im Konzertsaal des Stadtgartens versammeln sich ca. 100 Besuchern mit bestenfalls diffusen Erwartungen zum Konzert. Ein Quartett mit 2 Saxophonisten plus Schlagzeuger und Gitarristen führt uns auf Neuland. Den Stil des Quartetts beschreibt Chris Speed als eine Verschmelzung von Elementen aus Kammermusik, Free Jazz und Indie-Rock mit Techniken des Multiphonics, die Roland Kirk und Albert Mangelsdorff im Jazz einführten(1,2,3,4). Das Konzert verspricht, spannend zu werden. Wir haben früh gebucht und besetzen Plätze in Reihe 1. - Diashow als Video-Clip

Freitag, 24. November 2017

„Wer ist 'wir'? - Ich nicht!“ - Gerhard Polt und die Well-Brüder im Bürgerzentrum Chorweiler (Update 15.12.2017)

polt-well-presse1.jpg Gemeinsam mit den Well-Brüdern, ex Biermösl Blosn(2), Multi-Instrumentalisten, unter denen Christoph Well herausragt, gestaltet Gerhard Polt im Kölner Bürgerzentrum Chorweiler ein ebenso unterhaltsames wie provozierendes 2-stündiges Life-Programm. Das Programm macht bewusst, dass Menschen die Notwendigkeit von Prinzipien eines friedlichen Zusammenlebens zwar einsehen, solche Prinzipien jedoch als Rechtfertigungen individueller Vorteile konstruieren.(1)
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Schmarrn! Bildobjekte sind Folien, auf die wir eigenes Unwissen, Halbwissen oder Expertenwissen projizieren und mit persönlichen Erfahrungen, Präferenzen und Ängsten einfärben. Unbewusst amalgamiert das Gebräu zu einem sich als richtig, objektiv, wahr anfühlenden subjektiven Verständnis von Welt.
Mit Sprache und Musik, die mehr als 1000 Bilder zeigen, machen Gerhard Polt und die Well-Brüder auf Alltags-Rassismus in Deutschland aufmerksam und kartieren kulturelle Grenzen, die Oasen von Wohlbefinden, Überzeugungen, Verurteilungen und Selbstgerechtigkeit verminen. Satirisch-drastische Sprache vermittelt, wie unverzichtbare kulturelle Sozialisation Fallen stellt, Glauben und Irrtümer als Gewissheit ausgibt und unsere Köpfe mit Vorurteilen und Irrtümern rassistisch infiziert.(3) Besucher der ausverkauften Veranstaltung sind begeistert. Zwei Zugaben belohnen frenetischen Beifall. 'Predigen kann man nur den bereits Bekehrten' (Pierre Bourdieu). Gaps zwischen Unterhaltung und sozialer Wirklichkeit können Satire und Humor nicht überwinden, aber sie machen auf Fallen aufmerksam, aus denen nur wir selbst uns mit eigenen Anstrengungen befreien können. - Fotogalerie

Sonntag, 18. September 2016

Hochzeitsmusik der Lutherzeit - Capella de la Torre auf dem Festival Alte Musik im Kloster Knechtsteden

Capella de la Torre in der Basilika Kloster Knechtsteden Das im Kloster Knechtsteden veranstaltete Festival Alte Musik Knechtsteden erhebt sein 25-jähriges Jubiläum zum Motto 'Feste feiern'. Zur Sonntags-Matinée konzertiert das Ensemble Capelle de la Torre, Echo Klassik-Preisträger 2016, mit Luthers Hochzeitsmusik. Der Titel des Konzerts 'Tafelmusik Luthers Hochzeitsmusik' ist irreführend, wie Katharina Bäuml in ihrer Moderation einräumt, weil in der Gegenwart niemand weiß, ob und welche Musik anlässlich Martin Luthers Hochzeit mit Katharina von Bora 1525 gespielt wurde. Das Ensemble beruft sich auf die Tradition der Stadtpfeifer und ist auf eine historische Aufführungspraxis der Musik des 15. bis 17. Jahrhunderts spezialisiert. Neben Blockflöten, Schlaginstrumenten und Orgel werden historische Doppelrohrblattinstrumente wie Schalmei, Pommer, Dulzian genutzt. Das breit gefächerte, abwechslungsreiche Programm begleitet in der Klosterbasilika die Sopranistin Margaret Hunter. Großer Applaus verabschiedet die Künstler, die sich mit einer Zugabe bedanken.
Nach 1,5-stündigem Konzert sind Besucher zu Snacks und Getränken im Kloster-Kreuzgang und dessen Innenhof eingeladen. Festtafeln, an denen Besucher gemäß Ankündigung des Programms Platz nehmen sollten, entfallen ebenso wie eine ursprünglich lt. Programm vorgesehene Konzertpause mit Bewirtung. Gelohnt hat sich der Besuch trotzdem. - Fotoserie des Konzerts

Sonntag, 11. September 2016

Audienz am Hof des Crimson Kings im Berliner Admiralspalast

Standing Ovation nach dem Konzert
Standing Ovations nach dem Konzert im Admiralspalast
In the Court of the Crimson King, Debütalbum der britischen Band King Crimson, markiert seit 1969 nicht nur eine Demarkationslinie, an der die Rockhistorie in ein Vorher und Nachher zerfällt, wie Jürgen Wunder im Tagesspiegel schreibt(1). Das Album spaltet die Gemeinde in Gläubige, Unwissende, Ablehnende und Feinde. Diese nicht tanzbare, Songstrukturen auflösende, traditionelle Regeln verletzende und über Grenzen zwischen U-Musik, E-Musik, elektronischer und akustischer Musik, Rock, Jazz, Minimial und Folklore hinwegsetztende Musik polarisiert zwangsläufig und passt in keine Schublade, weshalb die Umschreibung dieser Stilrichtung mit der Genre-Bezeichung Prog-Rock unsinnig ist.(2,3) Lichtgestalt dieser Musik ist seit 47 Jahren Robert Fripp, Mr. King Crimson. Für Studioarbeit und Konzerte schart Robert Fripp wechselnde Besetzungen aus dem kleinen Kreis der jeweils Besten ihrer Zunft um sich, die er als 'Inkarnationen' von King Crimson bezeichnet. Die inzwischen '8. Inkarnation'(4) konzertiert auf ihrer aktuellen Elements of King Crimson Europatour erstmals seit 13 Jahren wieder in Deutschland und gibt 2 Konzerte im Berliner Admiralspalast, ein willkommener Anlass eines Berlinbesuchs.
- Eigene Fotoserie: King Crimson im Admiralspalast Berlin - Fotoserie des Bassisten Tony Levin: King Crimson 2016 Tour Berlin Shows

Montag, 26. Oktober 2015

Carla Bley Trio im Kölner Stadtgarten

Carlo Bley Trio im Kölner Stadtgarten
Seit mehr als 40 Jahren gilt der Musik von Carla Bley in unterschiedlichen Besetzungen unsere hohe Wertschätzung. Ältere Kompositionen Carla Bley's, die in früheren Aufnahmen mit größeren Ensembles eingespielt wurden, erfahren 2013 bei ECM neue Arrangements für das Trio Carla Bley, Steve Swallow und Andy Sheppard. Das Album 'Trios' (Hörproben: JPC) dokumentiert diese Werkphase (Rezension: Jazzecho 06.09.2013). Mit dem Material dieses Albums konzertiert das Trio auf einer Europa-Tournee. Dem WDR sei gedankt, dass wir im Kölner Stadtgarten Gelegenheit erhalten, Carla Bley und Steve Swallow mit Andy Sheppard life in einem Konzert zu erleben. Das Konzert weckt Emotionen des Abschieds. Diashow der Fotoserie





Freitag, 14. November 2014

Colosseum-Konzert im Bonner Brückenforum, 14.11.2014 (Update 7.05.2019 anlässlich Jon Hisemans Tod im Juni 2018)

Über die Pfingsttage 1970 erlebe ich auf einem Festival in der Eissporthalle Düsseldorf Colosseum live und werde schlagartig zum Fan. Die Musik der Band bewegt sich in epischer Breite zwischen den Genres Jazz, Rock und Blues und verbindet diese zu einem einzigartigen eigenen Stil. Vielen gefällt das nicht. Muss ja auch nicht sein. Die Anhängerschaft ist überschaubar, aber treu. Nach dreijähriger Geschichte löst sich die Band 1971 auf. Reunion-Konzerte sind seit 1994 gut besucht. Seit dem legendären Konzert von 1994 im Kölner E-Werk (vollständiges Video in WDR-Qualität) vergehen 20 Jahre bis zur Rückkehr in den Großraum Köln. Dick Heckstall-Smith, ein Urmitglied der Band, ist wie viele andere Weggefährten inzwischen verstorben und wird ersetzt von Jon Hisemans Ehefrau Barbara Thompson, eine herausragende Persönlichkeit des modernen Jazz. Seit 1967 sind die beiden verheiratet! Weitere Mitglieder der Band sind Dave Greenslade, Keyboard, Dave („Clem“) Clempson, Gitarre, Chris Farlowe, Gesang, Mark Clarke, Bass. - Diashow der Fotoserie

Samstag, 4. Oktober 2014

Officium - The Hillard Ensemble & Jan Garbarek in der Basilika Kloster Eberbach

Hillard Ensemble & Jan Garbarek im Kloter Eberbach
Seit 40 Jahren begeistert das famose Hillard Ensemble mit seiner Gesangskunst. 2 Mitglieder des aktuellen Ensembles gehörten bereits zur 1974 gegründeten Urformation. Ende 2014 wird sich jedoch das Ensemble aus Altersgründen auflösen. Betroffen von der Auflösung ist auch das mit dem norwegischen Saxophonisten Jan Garbarek gegründetet Projekt 'Officium', bei dem Jan Garbarek den Gesang des Hillard Ensembles mit Saxophonimprovisationen als 5. Stimme begleitet. Aus dieser Zusammenarbeit sind mehrere äußerst erfolgreiche Alben hervorgegangen. Das Musikmaterial dieser Alben wurde auf mehreren großen Tourneen vorgestellt. Die Zusammenarbeit endet mit einer großen Abschiedstournee, die u.a. über das Kloster Eberbach im Rheingau führt. Am 4. Oktober 2014 besuchen wir das Konzert in der Basilika des Klosters Eberbach. Das Programm bietet einen Querschnitt von Werken des zwangzigjährigen Projektes 'Officium'. Die Musiker haben wir bei anderen Gelegenheiten in besserer Form erlebt, aber das Gesamterlebnis in der Klosterbasilika wiegt Schwächen mehr als auf. Lang anhaltender Schlussapplaus mit Standing Ovations zwingt zu mehreren Zugaben. Das eingebundene Video ist Ausschnitt einer Zugabe. Diashow der Fotoserie  
Post vom 29.10.2013: Jan Garbarek Quartett in der Alten Oper Frankfurt

Samstag, 31. Mai 2014

Konzert des Jahres mit Nils Petter Molvær, Trio Elf und Le Bang Bang auf dem Jazzfest Bonn

Nils Petter Molvær Band auf dem Jazzfest Bonn
Seit sich Nils Petter Molvær mit seinem epochalen Debut-Album 'Khmer' (ECM, 1997) aus der norwegischen Regionalliga geradewegs in die musikalische Weltliga spielte und dabei Grenzen zwischen musikalischen Genres neu bestimmte, verfolgen wir fasziniert die künstlerischen Stationen des norwegischen Trompeters. Mit dem Material seines aktuellen Albums 'Switch' (OKeh, 2014) und einer neu formierten Band führt Nils Petter Molværs Route der laufenden Europatournee über das Jazzfest Bonn. Für uns bietet sich endlich eine Gelegenheit, Nils Petter Molvær auf einem seiner legendären Konzerte live zu erleben. Eine Kröte müssen wir jedoch schlucken: Nils Petter Molvær spielt im Rahmen eines Triple-Konzertes, das neben dem Top-Act die uns nicht bekannten Formationen Trio Elf und Le Bang Bang bestreiten. Dieses Format ist uns von etlichen Besuchen der Leverkusener Jazztagen gründlich verleidet. Vor dem Auftritt der Hauptattraktion sind regelmäßig uninteressante Formationen und ermüdende Umbaupausen zu ertragen. Entsprechend skeptisch fahren wir zum Jazzfest Bonn. Vor Ort kommt alles anders. Wir treffen auf eine von der ersten bis zur letzten Minute gelungene und oft auch beglückende Veranstaltung, die ältere Erfahrungen nicht fortschreibt. Diashow der Fotoserie

Dienstag, 8. April 2014

John Mayall's "80th Anniversary Tour" - Konzert in der Kantine Köln

John Mayall, Rocky Athas, Jay Davenport und Greg Rzab
John Mayall, eine legendäre Gestalt des weißen britischen Blues, vollendete im November 2013 seinen 80. Geburtstag. Seit dem 1. April 2014 befindet sich John Mayall mit seiner aktuellen Band auf einer ausgiebigen Tour durch Europa und Nordamerika. Die Liste der Tourdaten auf John Mayalls Webseite beeindruckt. Die Band spielt 96 Konzerte, davon 19 in Deutschland. Wir fragen uns, wie ein Mensch diesen Alters die Strapazen einer derartigen Konzerttour verkraften mag.
Unsere Sorge ist überflüssig. Der Mann ist fit wie ein Turnschuh und sprüht vor Vitalität. John Mayall zeigt sich geistig hellwach und körperlich beneidenswert geschmeidig. John Mayall singt, spielt diverse Instrumente (insbesondere seine unnachahmliche Mundharmonika) und scheint das Zentrum dieser Veranstaltung mit Genuss zu besetzen. Das Konzert hält er vollständig unter seiner Kontrolle. Chapeau!
Links:  John Mayall bei AllMusic - Diashow der Konzertfotos


Freitag, 4. April 2014

Oregon-Konzert im Weberhaus, Viersen-Süchteln

Oregon im Weberhaus, Viersen-Süchteln
Seit mehr als 40 Jahren bezaubert das amerikanische Quartett Oregon mit kammermusikalischem Jazz höchster Güte und unternimmt dabei gerne Ausflüge in Richtung Ethno-Jazz und freier Improvisation. Die aktuelle Europatournee der Gruppe endet heute mit dem Konzert im Weberhaus, Konzertsaal des Jazz Circle Viersen e.V., in dem Oregon in Vorjahren mit mehreren Konzerten nachhaltigen Eindruck hinterließ.
Neben Oregon konzertierten in der Kleinstadt Süchteln diverse weitere Weltstars der Jazzszene. An diesem Sachverhalt dürfte der Viersener Jazzmusiker Ali Haurand ("European Jazz Ensemble", "Third Eye", "European Jazz Quintett", "SOH", "The Trio" etc.) vermutlich maßgeblichen Anteil haben. Der in der internationalen Jazzsene bestens vernetzte Kontrabassist, Bandleader und Festivalorganisator Ali Haurand feierte im November 2013 seinen weit beachteten 70. Geburtstag und erweist sich auch heute wieder als unermüdlicher Organisator der Veranstaltung.
Diashow der Fotoserie      

Samstag, 9. November 2013

Das Wayne Shorter Quartett präsentiert sich in der Kölner Philharmonie in Bestform

Wayne Shorter Quartett in der Philharmonie Köln
Am 9.11.2013 ergreifen wir die Chance, Wayne Shorter mit seinem aktuellen Quartett in der Kölner Philharmonie Live zu erleben. Möglicherweise ist das unsere letzte Chance, denn im August 2013 vollendete Wayne Shorter seinen 80. Geburtstag. Die Frage, mit welcher Form Wayne Shorter nach einer außergewöhnlich langen und erfolgreichen Karriere in seinem Alter auftreten wird, ist bereits mit Beginn des Konzerts geklärt.
'Wayne Shorter wants people to wake up and dream", überschreibt Susan Whitall einen Artikel der 'The Detroit News' vom 30.10.2013. Einen magischen Auftritt schenkt dieses Ausnahmequartett auch heute seinem Publikum. Das Konzert ist eines jener unvergesslich-großartigen Ereignisse, deren Intensität den Prozess des Vergessens ausschaltet. Diashow der Fotoserie


Dienstag, 29. Oktober 2013

Konzert der 'Jan Garbarek Group' mit Trilok Gurtu in der Alten Oper Frankfurt

Rainer Brüninghaus, Yuri Daniel, Jan Garbarek
Den norwegischen Saxophonisten Jan Garbarek kennen und schätzen wir seit der Veröffentlichung des Albums Witchi-Tai-To (ECM 1974). Mit wechselnden Besetzungen (u.a. mit dem Hilliard Ensemble) tritt Jan Garbarek regelmäßig live in Köln auf. Diese Konzerte versäumen wir möglichst nie. Auch die aktuelle Tournee mit 17 Konzerten im Zeitraum 26.10.-04.12.2013 führt wieder über Köln. Dieses Mal entscheiden wir uns jedoch für das Konzert in der Alten Oper in Frankfurt am Main. Die Reise nach Frankfurt dehnen wir zu einem Kulturausflug mit Übernachtung aus, um uns Zeit für die Dürer-Ausstellung im Städel Museum nehmen zu können. Den Besuch der Dürer-Ausstellung beschreibt der Post: Albrecht Dürer - Deutscher Meister
Diashow der Fotoserie


Montag, 25. Juni 2012

Good Enough - 'Tom Petty and The Heartbreakers' bieten in Köln hinreißenden Rock zum Niederknien (Update 06.10.2017)

Tom Petty and the Heartbreakers in Köln, 25.06.2012
Das letzte Konzert von 'Tom Petty and the Heartbreakers' liegt in Deutschland 20 Jahre zurück. Die 'laufende Tour 2012' sieht drei Konzerte in Deutschland vor, zugleich die letzten Auftrittte in Deutschland. Am 3.10.2017 melden Medien Tom Petty's Tod.(1)
Neben Hamburg und Mannheim zählt Köln zu den auserwählten Städten der Tour 2012. (Bericht des Hamburg-Konzerts in der FAZ: Es fühlt sich gut an, ein König zu sein). Beim Betreten der Halle treffen wir zufällig aus Marburg angereiste Bekannte. Konzertbesucher kommen aber nicht nur aus Deutschland. In unserem Bereich halten sich überwiegend Holländer oder Belgier auf.
Nach 36 Jahren Präsenz im Musikgeschäft sind natürlich auch alte Nummern im Programm, das gebietet der Respekt gegenüber den Anhängern. Oldy-Ständchen zum Mitklatschen entsprechen jedoch nicht dem Anspruch dieser Musiker. Alte Stücke sind aufgefrischt und fügen sich in neuer Verpackung harmonisch in das Programm. Konfektionierte Ware aus Konserven und technische Gaukeleien von Computern, Synthesizern, Rhythmusmaschinen benötigt die Band nicht. Völlig entspannt und in Bestform erteilen Tom Petty und seine Crew eine Lektion für Gitarrenrock in höchster musikalischer und handwerklicher Qualität.

Sonntag, 18. September 2011

Henry Purcells "The Fairy Queen" auf dem Festival Alte Musik im Kloster Knechtsteden


William Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" ist die Vorlage für Henry Purcells Barockoper "The Fairy Queen" aus dem Jahr 1692. Wie Shakespeare nutzt Purcell die Märchenform, um auf der Bühne das pralle Leben in seiner Komik, Tragik und mit allen menschlichen Leidenschaften und Schwächen vorzuführen. Gemäß der Tradition englischer Bühnen vermengen sich nicht nur in lockerer Form Musik, Gesang und Tanz, sondern auch musikalischer und kulinarischer Genuss zu einem Fest für alle Sinne.

Montag, 11. Juli 2011

Chick Corea's 'Return To Forever' im Konzert von Duisburg - Was besagt schon das Alter?'


Chick Coreas Return To Forever zeigt sich bei ihrem Konzert in der voll besetzten Duisburger Mercatorhalle in prächtiger Spiellaune und schenkt dem Publikum einen großartigen Abend (was nicht "kostenlos" heißen soll, immerhin haben wir 70 € für eine Karte gezahlt und nehmen eine Anreise von Köln in Kauf). Obwohl der noch jugendlich wirkende Meister im Juni sein 70. Lebensjahr vollendet hat und das Durchschnittsalter der Kombo fast 63 Jahre beträgt, spielt die Band phasenweise wie entfesselt, wobei die Mitglieder ihre individuelle Virtuosität in den Dienst ihres musikalischen Gesamtkunstwerks stellen.

Montag, 23. Mai 2011

Chick Corea's Return To Forever beim Klavier-Festival Ruhr 2011 in Duisburg

Chick Corea hat die alten Kumpels der Fusion-Ära wieder einmal gerufen, um gemeinsam mit ihnen das Doppelalbum "Forever" einzuspielen, das insbesondere Titel des Albums "Hymn of the 7th Galaxy" aus dem Jahr 1973 aufgreift und in der sensationellen Besetzung mit Stanley Clarke (Bass) und Lenny White (Drums) akustisch und elektrisch neu interpretiert. Bill Connors, Gitarrist der Urversion aus 1973 und der französische Jazz-Geiger Jean-Luc Ponty komplettieren diese hochkarätige Besetzung.

Von Juni 2011 bis September 2011 geht die Formation mit diesem Material und einer personellen Veränderung auf Welttournee: Frank Gambale, der bereits in den 80er Jahren Mitglied der Chick Corea Electric Band war, ersetzt Bill Connors als Gitarristen. Ein Konzert der "Forever Welttournee" findet im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr 2011 am 11. Juli 2011 in der Duisburger Mercatorhalle statt. 

In seiner seit mehr als 30 Jahren äußerst erfolgreichen Musikerkarriere kann Chick Corea eine eindrucksvolle Liste von Awards vorweisen, zu denen u.a. 16 Grammy's sowie die Aufnahme in die Hall of Fame im Jahr 2010 zählen.

Ein Rückblick auf die Hintergründe offenbart einige interessante Zusammenhänge!