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Sonntag, 4. Januar 2026

Inka-Keramik? - Anmerkungen zu einer Küchen-Keramik aus der Neuen Welt

Küchendekoration: Inkakeramik (links), Handmade Native Navajo Potter aus dem Canyon de Chelly (Mitte), Siegburger Keramikkanne (rechts)
Links: Inka-Keramik(?) - Mitte: Handmade native Navajo-Keramik aus dem Canyon de Chelly - Rechts: Siegburger Keramikkrug 
 
Unsere Küche dekorieren drei auf einem Glasboden aufgestellte Gefäße. Mit jedem der Objekte verbinden wir besondere Erinnerungen unserer Biografie. Die rechts abgebildete Keramik beschreibt der Post Römisch? Nein, Siegburger Mittelalter und Frühneuzeit! Die Herkunft des mittleren Gefäßes gibt keine Rätsel auf. Wir haben es im Mai 2013 auf einer Rundreise durch den Südwesten der USA in Arizona im Gebiet der Navajo Nation Reservation bei einer Wanderung auf dem White House Ruins Trail im Canyon de Chelly von einer indigenen Frau aus dem Volk der Navajo inkl. Segenswunsch God Bless You erstanden. Mit der Navajo-Keramik befasst sich der Post Navajo-Vase - Anmerkungen zu einer Küchen-Keramik aus der Neuen Welt. Dieser Post beschäftigt sich mit dem links abgebildeten Keramikgefäß. Das Rätsel der vermeintlichen Inka-Schale ist eine harte Nuss. Relativ sicher ist, dass die Keramik aus einer präkolumbianischen Kultur stammt. Den Versuch einer genaueren Einordnung beschreibt dieser Post.
 

Montag, 29. Dezember 2025

Römisch? Nein, Siegburger Mittelalter und Frühneuzeit! - Anmerkungen zu einer Küchen-Keramik aus der Alten Welt

Küchendekoration: Inkakeramik (links), Handmade Native Navajo Potter aus dem Canyon de Chelly (Mitte), Siegburger Keramikkanne (rechts)
Links: Inka-Keramik(?) - Mitte: Handmade native Navajo-Keramik aus dem Canyon de Chelly - Rechts: Siegburger Keramikkrug 
 
Unsere Küche dekorieren drei auf einem Glasboden aufgestellte Gefäße. Mit jedem der Objekte verbinden wir besondere Erinnerungen unserer Biografie. Mit der links abgebildeten Keramik befasst sich der Post Inka-Keramik? - Anmerkungen zu einem Objekt unserer Küchendekoration. Die Herkunft des mittleren Gefäßes gibt keine Rätsel auf. Wir haben es im Mai 2013 auf einer Rundreise durch den Südwesten der USA in Arizona im Gebiet der Navajo Nation Reservation bei einer Wanderung auf dem White House Ruins Trail im Canyon de Chelly von einer indigenen Frau aus dem Volk der Navajo inkl. Segenswunsch God Bless You erstanden. Mit der Navajo-Keramik befasst sich der Post Navajo-Vase - Anmerkungen zu einer Küchen-Keramik aus der Neuen Welt. Dieser Post befasst sich mit dem rechts abgebildeten Keramikgefäß. 
 

Donnerstag, 6. November 2025

Fünf Freunde - Ausstellung im Kölner Museum Ludwig, 3.10.2025-11.01.2026

Ankunft am Museum Ludwig Installationsansicht Fünf Freunde. John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly Museum Ludwig, Köln 2025 Installationsansicht Fünf Freunde. John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly Museum Ludwig, Köln 2025
 
Die US-amerikanischen Künstler John Cage (1912–1992), Merce Cunningham (1919–2009), Robert Rauschenberg (1925–2008), Jasper Johns (*1930), Cy Twombly (1928–2011) übten im Zeitraum der Nachkriegszeit bis in den 1980er Jahren maßgeblichen Einfluss auf künstlerische Entwicklungen von Musik, Tanz, Malerei, Skulptur, Zeichnung, Happenings, Performances aus. Die Ausstellung macht nach vierjähriger Vorbereitung mit mehr als 180 Gemälden, Skulpturen, Partituren, Bühnenrequisiten, Kostümen, Tondokumenten, Fotografien, Videos Zusammenhänge zwischen den fünf queeren Künstlerfreunden und die Bedeutung von John Cage als zentrale Persönlichkeit sichtbar. Vor dem Hintergrund nach Außen imperialistischer und nach Innen technologischer sowie politisch zunehmend repressiver US-amerikanischer Kultur verband die Freunde ähnliche Haltungen gegenüber weltanschaulichem und heteronomem Mainstream. Ihre künstlerischen Aussagen beeinflussten sich wechselseitig inspirierend in ihren Arbeiten. 
 

Mittwoch, 3. September 2025

Geburtstagsnachfeier von 2 Pottkindern im Restaurant Pottkind, Köln

Restaurant Pottkind, Darmstädter Straße, Köln Südstadt Restaurant Pottkind Restaurant Pottkind
 
Anlässlich unseres Geburtstages haben uns unsere engsten und langjährigsten Freunde mit einem Restaurantgutschein des Restaurants Pottkind in der Kölner Südstadt überrascht, den wir heute einlösen. Das Restaurant ist seit 2021 mit einem Michelinstern ausgezeichnet und zählt zu den Top Ten in Köln. Der Name des Restaurants nimmt Bezug auf die Herkunft von Enrico Slabotny und Lukas Winkelmann, Köche und Inhaber des 2018 eröffneten Restaurants, die beide im Ruhrgebiet aufgewachsen sind, das umgangssprachlich als Ruhrpott oder Pott bezeichnet wird. Wir sind ebenfalls Pottkinder. In Irland würde jetzt wegen vermeintlich weitläufiger gemeinsamer Abstammung eine Zugehörigkeit zum gleichen Clan angenommen. Tatsächlich stellen wir über Herkunft weit hinausreichende Gemeinsamkeiten fest. 
(Porträt im Magazin Guide Michelin: „Pottkind“ in Köln - Interview im Magazin Köln-Tourismus: Pottkind Köln: Enrico Sablotny, der lässigste Sternekoch Kölns) - Fotoserie des Besuchs
 

Sonntag, 30. März 2025

Besichtigungen romanischer Kirchen im Raum Köln

Ostseite St. Gereon Köln - © Raimond Spekking / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0
(via Wikimedia Commons)
St. Gereon Köln - Ostseite (2520)
Stadtplan romanische Kirchen Köln.jpg Neben dem alles überragenden Kölner Dom im gotischen Baustil sind aus dem mittelalterlichen Köln 12 große romanische Kirchen im historischen Stadtzentrum erhalten. 13 kleinere romanische Kirchen liegen in der Umgebung des Stadtzentrums. Sämtliche romanische Kirchen sind älter als der gotische Dom. Außer St. Maria in Lyskirchen waren große romanische Kirchen keine Pfarrkirchen, sondern als Kloster- und/oder Stiftskirchen einem privilegierten Klientel vorbehalten. Traditionell katholische Kölner kennen ihre großen romanischen Kirchen häufig nur von außen, weil sie mit der Pfarrkirche ihres Veedels verwachsen sind.(*) Als nicht katholische Imis (unechte Kölner) starten wir ein Besichtigungsprojekt alle großen und einiger kleiner Kölner romanischen Kirchen via Führungen. 
 
 

Samstag, 29. März 2025

St. Pantaleon sehen und verstehen - Abschluss des Besichtungsprojekts bedeutender Kölner Kirchen

1200 Stadt Köln (ca. 25.000 Einwohner) 1675 Jan van der Heyden_St. Pantaleon Romanische Kirche St. Pantaleon   
           Köln um 1200 (25.000 Einwohner)              St. Pantaleon um 1625, Jan van der Heyden    Westwerk St. Pantaleon, 29.03.2025
 
Unser Kulturprojekt 2021/2022 der Besichtigung bedeutender Kölner Kirchen musste die romanische Kirche St. Pantaleon wegen einer über 4 Jahre laufenden Generalsanierung zunächst auslassen. Die Sanierung des Kircheninneren endete im Dezember 2024. Arbeiten im Außenbereich sind noch nicht abgeschlossen. Am 29.03.2025 besichtigen wir St. Pantaleon im Rahmen einer vom Kölner Domforum angebotenen Führung gemeinsam mit 9 weiteren Teilnehmern. Die Kirche ist hochinteressant, auch ihre Architektur, die es jedoch in dieser Gestalt historisch nie gegeben hat und als Rekonstruktion von Prinzipien romanischer Architektur eher ein Ideal repräsentiert. Diese Aussage gilt für alle romanischen Kirchen in Köln. 
Was jeder Besucher wahrnimmt, muss kein Post beschreiben. Spannender als sichtbare und mit ein wenig Sachkenntnis auch für Laien verständliche Architektur sind für den Autor in diesem Komplex nicht unmittelbar sichtbare historische Zusammenhänge von Ereignissen und Ideen, auf die dieser Post primär eingeht, deren Reichtum jedoch in diesem Rahmen nur ansatzweise vermittelbar ist.(1) - Fotoserie
 

Montag, 4. November 2024

Erfolgreicher Relaunch des Kölner Restaurants Gasthaus Scherz

Gasthaus Scherz, Köln-Lindenthal Karte "Neue Klassiker, falsch interpretiert" Gasthaus Scherz, Köln-Lindenthal Gasthaus Scherz, Köln-Lindenthal
 
Das auf Klassiker gehobener österreichischer Küche fokussierende Gasthaus Scherz ist ein beliebtes Restaurant der Kölner Szene, dessen ausgezeichnete Preis-Leistungs-Qualität seit 2017 ein Bib Gourmand würdigt. Vor nicht allzu langer Zeit hat Inhaber und Chefkoch Michael Scherz die antiquierte Inneinrichtung des Restaurants inkl. Hirschgeweihen an Wänden vollständig entrümpeln und modernisieren lassen. Inzwischen hat die Küche mit einer Erweiterung ihres Konzeptes nachgezogen. Neuerdings enthält die Karte neben österreichischen Klassikern eine als Neue Klassiker, falsch interpretiert bezeichnete Auswahl kleiner Gerichte, die sich einzeln als Vorspeisen eignen oder beliebig zu einem Menü mit drei Gerichten für 40 € zusammengestellt werden können. Wem das nicht reicht, kann aus der Auswahl Neuer Klassiker jeweils mit 10 € berechnete weitere Gerichte ordern. Flexibler und preiswerter kann gehobene Gastronomie ohne Abstriche an Qualität kaum sein. Vermutlich sind Veränderungen von hintergründiger Strategie getrieben, die weitere Veränderungen erwarten lässt. Erste Eindrücke des Konzeptes fallen absolut erfreulich aus und motivieren zu Fortsetzungen. 
 

Donnerstag, 8. August 2024

Vinovibes-Kurzurlaub im Restaurant astrein, Köln

Vinovibes Astrein Restaurant Astrein in der Krefelder Straße Blick in die halboffene Küche des Restaurants Astrein
 
Eric Werners mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant astrein steht schon länger auf unserer To-do-Liste. Den Anstoß zum heutigen Besuch gibt das neue Konzept "Vinovibes-Kurzurlaub", den der Internetauftritt des Restaurants beschreibt:  
"Sternekoch Eric Werner und seine Sous-Chefin Mona Baumgarten kreieren für die Gäste im astrein Köln jeden Donnerstag ein schmackhaftes 3-Gang-Menü, das die Aromen und Einflüsse der vielfältigen Region auf einzigartige Weise zum Ausdruck bringt. [...] Lehn dich zurück: Wein, Genuss und Urlaubsfeeling – Ein Abend voller Geschmackserlebnisse!"  
Zum attraktiv kalkulierten Preis von 75 € inkl. Brot, Butter, Lauchöl, Gruß aus der Küche, Petit-Fours bereitet das 3-Gang-Menü außerordentliches Vergnügen. Eine Weinbegleitung kann als Version "Bützchen" für 30 € oder als Version "Schunkele" für 57 € gewählt werden. Um Vergleichbarkeit zu ermöglich, wählen wir alternativ die beiden Versionen. - Fotoserie
 

Dienstag, 2. Mai 2023

1.05.2023: GOT LOST & OHNE GARANTIE - Konzerte des Kölner Musik Festivals Acht Brücken

Das Kölner Musikfestival Acht Brücken besteht seit 2011 als Nachfolgefestival der MusikTriennale Köln, die seit 1994 alle 3 Jahr stattfand und der wir etliche nachhaltig beeindruckende Erinnerungen an Konzerten zeitgenössischer avantgardistischer Musik verdanken. Dank Förderung der Stadt Köln, der Kölner Philharmonie, des WDR und weiterer Kulturstiftungen findet das Acht Brücken Festival an verschiedenen Kölner Spielstätten jährlich statt. In vergangenen Jahren waren wir im Zeitraum des Festivals auf Reisen. In diesem Jahr sind wir vor Ort und nutzen am 1. Mai den als Freihafen bezeichneten kostenfreien Festivaltag für den Besuch von zwei für traditionelle Hörgewohnheiten sperrigen, aber für erfahrungsoffene Besucher spannenden Konzerten. 
 
 
 
 
 

Sonntag, 9. April 2023

9.04.2023 Osterspaziergang im Königsforst - Vom Eise befreit sind Strom und Bäche

Weg vom Rennweg zum Rather Weiher
Königsforst zwischen Monte Troodelöh (118,04 m) und Rather Weiher
Fotoserie Königsfort 9.04.2023
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
 

Mittwoch, 17. November 2021

Besuch der Kölner romanischen Kirche St. Georg

St-Jakob-St-Georg-Köln-Mercator-1571.jpg St. Jacob und St. Georg, 1827, Zeichnung Johann Peter Weyer, Lithografie Anton Wünsch St. Georg Köln, Nordseite (© Raimond Spekking)
 
L:  Kirchen St. Jakob und St. Georg im Kölner Mercatorplan von Arnold Mercator, 1570/71 
M: St. Jakob und St. Georg - Zeichnung Johann Peter Weyer, Lithografie Anton Wünsch, 1827
R: St. Georg, Nordseite, © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
 
Südlich der römischen Kölner Stadtmauer entwickelte sich im Frühmittelalter im Kirchspiel St. Severin entlang der alten römischen Heeres- und Gräberstraße (Severinstraße) vom römischen Südtor (Hohe Pforte) nach Bonn der Vorstadtbezirk Oversburg (auch Airsbach oder Ayrsburg).(1) Der Duffesbach bildete die Grenze zwischen Oversburg und der Kölner Kernstadt innerhalb der Stadtmauer. Entlang des heute unterirdisch verlaufenden Baches siedelten sich Gerber und Blaufärber an. Als Färberpflanze nutzten Blaufärber in Thüringen angebauten Färberwaid, der in einer Ausbuchtung der Severinstraße am Waidmarkt gehandelt wurde. In der Umgebung des Waidmarkts bestand ein Töpferbezirk. Die zunehmende Verdichtung der Besiedlung verlangte Verbesserungen der seelsorgerischen Versorgung der Bevölkerung. Erzbischof Anno II. (1010-1075) ließ auf der Südseite des Waidmarkts ab 1059 mit dem Kollegiatsstift St. Georg und der Pfarrkirche St. Jakob eine Doppelkirchenanlage errichten.(2,3,4) Da die Kollegiatskirche exklusiv Stiftsherren zur Verfügung stand, diente St. Jakob als Pfarrkirche des einfachen Volks. 1067 erfolgte die Weihe der Kirchen. - Fotoserie

Dienstag, 16. November 2021

Historisches Archiv Stadt Köln - Ausstellung "Vergiss es! Nicht. Vom Erinnern und Vergessenwerden", 20.10.2021-08.05.2022

Luftaufnahme der Einsturzstelle vom 4. März 2009 Kölner Historisches Archiv am frühen Abend Innenhof mit Schatzhaus des Historischen Archivs
 
Das Historische Archiv der Stadt Köln ist das größte und eines der bedeutendsten Kommunalarchive Deutschlands.(1,2) Den Zweiten Weltkrieg überstand das Historische Archiv unbeschadet und existierte bis zum 3. März 2009 an der Severinstraße keineswegs im Verborgenen, aber für die breite Öffentlichkeit war es eher unsichtbar. Das änderte sich schlagartig am 3. März 2009. Innerhalb eines Tages machten negative Schlagzeilen das Kölner Stadtarchiv weltberühmt. Bauarbeiten für eine neue U-Bahnstrecke brachten das Gebäude am 3. März 2009 zum Einsturz. Mit dem Gebäudeschutt versanken 30 Regal-Kilometer Archivmaterial im Grundwasser der Baugrube.(3) Zwei junge Männer starben.(4,5) Die bis heute nicht abgeschlossene und voraussichtlich noch Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte laufende Aufarbeitung dieses Ereignisses zeigt jedoch auch, dass bereits vor diesem Ereignis das Archiv längst nicht im 'Grünen Bereich' lag.(6,7) Es gibt aber auch gute Nachrichten. Am 3. September 2021 konnte ein beeindruckender Neubau des Historischen Archivs eingeweiht werden, der 12,5 Jahre nach dem Einsturz einen Neustart ermöglicht.(8,9,10) - Fotoserie   

Montag, 1. November 2021

Licht und Transparenz im wiedereröffneten Bonner Münster

Nordseite des Bonner Münsters am Münsterplatz Langhaus Bonner Münster Kreuzganghof Bonner Münster
 
Mitte 2017 wurde das Bonner Münster für Generalsanierungen geschlossen. Nach mehr als 4-jähriger Arbeit öffnete das Münster am 31.10.2021 seine Innenräume mit einem festlichen Hochamt und einer Kunstausstellung.(1) Unter dem Titel Licht und Transparenz sind im Münster bis zum 31.01.2022 Arbeiten der zeitgenössischen Künstler Anthony Cragg, Heinz Mack, Mariele Neudecker und Gerhard Richter ausgestellt.(2,3) Die Beleuchtung des Innenraums gestaltete Monica Bonvicini. Dank potenter Sponsoren ist der Besuch der Ausstellung kostenlos. Am Tag nach der Wiedereröffnung lassen wir uns und bei sonnigem Wetter an diesem Ort bezaubern. - Fotoserie

Sonntag, 24. Oktober 2021

Abtei Brauweiler - Machtzentrum, Pfarrkirche, Bettleranstalt, Arbeitsanstalt, KZ, Irrenanstalt, Kulturzentrum, Hochzeitslocation

Abtei Brauweiler mit Westtürmen der romanischen Abteikirche Marienhof mit barocker Marienstatue, Kreuzgang, Südseite und Osttürme der romanischen Abteikirche Marienaltar: Maria als Himmelskönigin mit ihrem Sohn, Pfarrpatrone Nikolaus und Medardus und Propheten, um 1180
 
Abteien oder Klöster sind vor allem religiös konnotiert. In der Realität bestehen über Zeit oftmals weitere und mitunter völlig abweichende Konnotationen, auf die dieser Post im Kontext der Abteil Brauweiler eingeht. Besucher der ehemaligen Abtei Brauweiler treffen zunächst auf ein Ensemble von Gebäuden gemäß Erwartungen einer religiösen Zweckbestimmung. Architektonisch ist über einen Zeitraum von ca. 1000 Jahren in unterschiedlichen Epochen ein Konglomerat entstanden, das Romanik (ehemalige Abteikirche und heutige Pfarrkirche St. Nikolaus und St. Medardus sowie Kreuzgang des Marienhofs) mit Barock vermengt (Prälatenflügel des Klostergebäudes, Marienstatue des Marienhofs, Ausstattungsdetails der Abteikirche). Vergleichbar einem Eisberg, ist an der Oberfläche nur ein kleiner Teil der langen Bau- und Nutzungsgeschichte sichtbar. Erst unter der Oberfläche wird verständlich, wie historische Dynamik das Konglomerat formte. - Fotoserie

Samstag, 23. Oktober 2021

Besichtigung der romanischen Kirche Alt St. Stephan (Krieler Dömchen) in Köln Lindenthal

Nordseite Alt St. Stephan, rechts die ehemalige Krieler Zwergschule Südseite Alt St. Stephan mit Kirchhof (Turm der Kirche St. Albert Magnus im Hintergrund) Süd- und Ostseite mit Apsis Alt St. Stephan mit Kirchhof
 
Die Bezeichnung Krieler Dömchen für die kleine romanische Kirche in Köln-Lindenthal ist eine typische Übertreibung Kölner Mentalität, die mittels legendenhafter Biographie des Hildebold von Köln narrative Konnotationen zwischen dem Krieler Dömchen und dem Kölner Dom herstellt. Hildebold soll Pfarrer dieser Kirche gewesen sein, ehe ihn Karl der Große entdeckt habe, zum Bischof von Köln machte und ihn mit dem Bau des Hildebold-Doms (Vorgängerbauwerk des gotischen Doms) beauftragte.(1) Bei genauerer Betrachtung kommt Hildebold als Bauherr des Doms nicht in Frage, weil er 818 verstarb, einige Jahrzehnte vor Baubeginn des Hildebold-Doms.(2) Ob Hildebold tatsächlich Pfarrer des Krieler Kirchleins war und Karl der Große ihn dort zufällig traf, ist historisch nicht zu belegen und daher als Verzällcher kölscher Phantasie einzuordnen. So gesehen handelt es sich um eine Lappalie, wenn Hildebold nie heilig gesprochen wurde, aber als Heiliger aufgeführt ist und der fehlende Name in historischen Aufstellung als Irrtum von Bollandisten erklärt wird.(3)
 

Dienstag, 19. Oktober 2021

Führung in der Kölner romanischen Kirche St. Maria in Lyskirchen

St. Maria in Lyskirchen Besuchergruppe in St. Maria in Lyskirchen Freskenzyklus der Katharinenlegende
                
                L:  Ost- und Nordseite St. Maria in Lyskirchen, Küsterhaus mit Resten der Stadtmauer von 1106
                      (Foto: Rolf Heinrich, Köln)
                M: Führung in St. Maria in Lyskirchen
                R: Übermalter Freskenzyklus der Katharinenlegende
                   
St. Maria in Lyskirchen ist die kleinste der 12 großen romanischen Kirchen in Köln, die wir im Rahmen einer vom Kölner Domforum organisierten Führung (12 €/pP) in der südlichen Altstadt besichtigen.(1,2,3) Als einzige der großen Kölner romanischen Kirchen war St. Maria in Lyskirchen nie Kloster- oder Stiftskirche, sondern ist wahrscheinlich im 10. Jahrhundert als private Eigenkirche eines Herrn Lysolvus oder Lysolfus entstanden und wurde 1067 von Erzbischof Anno II. (um 1010-1075) als Pfarrkirche dem Stift St. Georg angegliedert.(4,5) - Fotoserie 
 

Dienstag, 12. Oktober 2021

Führung in der Kölner romanischen Kirche St. Andreas

Westportal St. Andreas St. Andreas aus Richtung Nordwesten St. Andreas von oben (aus Richtung Dom)
                L:  Westbau St. Andreas
                M: Nord- und Westseite St. Andreas
                R: Blick vom Dom auf St. Andreas und das neuzeitliche Dominikanerkloster
                     Foto © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
 
Auf unserer Route der 12 großen romanischen Kirchen in Köln(1,2) besichtigen wir im Rahmen einer vom Kölner Domforum organisierten Führung (12 €/pP) mit 7 weiteren Teilnehmern die spätromanisch-gotische Kirche St. Andreas.(3,4) St. Andreas war in der Vergangenheit Stiftskirche eines dem Apostel Andreas gewidmeten Chorherrenstiftes und ist in der Gegenwart Patronatskirche der Kölner Brauer (St. Peter von Mailand Bruderschaft), der Kölner Rosenkranzbruderschaft(5) sowie Gründungs- und Ordenskirche des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem(6). Seit 1947 betreut der Dominikanerorden die Kirche, die dem Orden seit 1957 als Klosterkirche dient.(7,8) - Fotoserie
 

Mittwoch, 6. Oktober 2021

1700 Jahre Kölner Stadtgeschichte - Führung in Alt St. Heribert und Neu St. Heribert, Köln-Deutz

Alt St. Heribert und Kirchtürme Neu St. Heribert aus Richtung Hohenzollernbrücke
Alt St. Heribert und Kirchtürme Neu St. Heribert
Neu St. Heribert, Köln-Deutz, Foto Raimond Spekking
Neu St. Heribert - Foto © Raimond Spekking
CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Mehrere Veranstaltungen gedenken des sich 2021 jährenden 1000. Todestages des Heribert von Köln (970-1021).(1,2) Heribert war ein Vertrauter von Otto III. (980-1002) und vom Jahr 999 bis zu seinem Tod Erzbischof von Köln und damit zugleich Kölner Kurfürst. 1003 gründete Heribert im Areal des ehemaligen römischen Kastells Divita die Benediktinerabtei Deutz und ließ eine monumentale romanische Abteikirche errichten, deren zentraler Kuppelbau und mächtiger Westbau das Vorbild des Aachener Doms übertrafen. 1020 weihte Heribert die Kirche, in der er nach seinem Tod 1021 bestattet wurde. - Fotoserie
 

Sonntag, 3. Oktober 2021

Führung in der Kölner romanischen Kirche St. Maria im Kapitol

Konchenanlage aus Richtung Lichhof Kreuzgang und Innenhof St. Maria im Kapitol Ostkonche mit romanischen Würfelkapitellen und Umgang hinter spätgotischen Chorschranken
 
Im Rahmen unseres Exkursionsprojektes der Besichtung romanischer Kirchen in Köln nehmen wir zusammen mit 8 weiteren Teilnehmern an einer vom Kölner Domforum organisierten Führung (12 €/pP) in und an der frühromanischen Kirche St. Maria im Kapitol teil.(1,2) Die Krypta, eine Nachbildung der Krypta des Doms zu Speyer, konnten wir nicht besichtigen, weil keine Kirchenaufsicht anwesend war. Ein Video des WDR vermittelt Eindrücke.(3) Das Abschlusskonzert des Festivals Romanischer Sommer Köln findet tradionell als Romanische Nacht in St. Maria im Kapitol statt.
Unter den 12 großen romanischen Kirchen in Köln ist St. Maria im Kapitol mit 100 m Länge und 40 m Breite die größte romanische Kirche der Stadt mit dem ältesten Drei-Konchen-Chor, dessen Grundriss die Kölner romanischen Kirchen Groß St. Martin, St. Aposteln und St. Andreas aufnahmen. Im Mittelalter war St. Maria im Kapitol neben dem Dom die wichtigste sowie nach Dom und St. Gereon die reichste Kölner Kirche. Die um 1040 begonnene und 1065 geweihte romanische Kirche gilt als Schöpfungsbau einer neu formulierten Kirchenarchitektur, die antike Motive nach dem Vorbild der Geburtskirche in Bethlehem aufgriff. - Fotoserie
 
 

Freitag, 9. Juli 2021

Der Kölner Dom und die Juden - Ausstellung im Domforum (05.07. - 15.08.2021) & thematischer Rundgang im Dom

Ausstellung im Domforum: Der Kölner Dom und die Juden Dreikönigsschrein und Hochaltar im Ostchor Christus als Wurzel Jesse

Antisemitismus hat eine weit in europäische Kulturgeschichte zurückreichende Tradition. Ein 321 erlassenes Dekret des römischen Kaisers Konstantin der Große, das sich an den Kölner Stadtrat richtet und Juden die Berufung in die „curia“ erlaubt, bei Bedarf auch gegen ihren Willen, ist der früheste Beleg für in Deutschland lebende Juden.(1) Das 1700-jährige Jubiläum jüdischen Lebens in Deutschland ist der Anlass für ein Festjahr, das unter der Bezeichnung 2021JLID jüdisches Leben in Deutschland und Fragwürdigkeiten eines zunehmenden Antisemitismus mit zahlreichen Veranstaltungen sichtbar machen möchte.(2)

In Kooperation mit der Hohen Domkirche Köln setzt sich eine Ausstellung im Domforum mit der historisch tradierten Judenfeindschaft aus christlicher Sicht auseinander. Der Kölner Dom enthält antijüdische Artefakte, die aber nicht alle im öffentlich zugänglichen Teil des Doms und generell nicht leicht zu finden sind. Um antijüdischen Artefakten im Dom nachzugehen, schließen wir uns mit 4 weiteren Teilnehmern einer vom Domforum veranstalteten 1,5-stündigen Führung an (12 €/pP) und erhalten zu Darstellungen und ihren Kontexten profunde fachkundige Erläuterungen, die wir uns in dieser Tiefe nur mühsam erarbeiten könnten.(3) Eine zu dieser Veranstaltung erschienene bebilderte Broschüre (4,50 €) ergänzt mündliche Erläuterungen empfehlenswert.(4) - Fotoserie