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Sonntag, 15. Juni 2025

Brian Wilson surft nicht mehr, Günther Uecker nagelt nicht mehr, Gesamtkunstwerk Creamcheese is still alive - ein Rückblick

The Beach Boys 1957 Creamcheese-Theke im Kunstpalast Düsseldorf Uecker, White Field, Tate Modern
 
Während unseres Aufenthalts in Weilheim in Oberbayern berichten Medien, dass Brian Wilson, kreativer Kopf der US-Band The Beach Boys, am 11.06.2025 und der Maler und Objektkünstler Günther Uecker am 10.06.2025 verstorben sind. Mit Ueckers Name ist untrennbar das Düsseldorfer Underground-Lokal Creamcheese verbunden. Die Namen Wilson, Uecker, Creamcheese wecken intensive Erinnerungen der Jugendzeit, die einen rückblickenden Post verdienen.
 

Montag, 11. März 2024

The Zone of Interest - Bürgerliche Familienidylle, rationale Funktionalität, Banalität des Bösen


Der Holocaust ist erklärbar und die Menge der Opfer ist zählbar, aber persönliche Empfindungen von Tätern und Opfern sind nicht verstehbar, nicht zeigbar, nicht darstellbar. Jonathan Glazer, ein britischer Regisseur mit jüdischen Wurzeln, nähert sich in neunjähriger Entstehungszeit dem Thema mit dem Film The Zone of Interest auf eine ungewöhnliche, eher experimentelle Art und Weise, die als schwer verdaubare Kost Zuschauern einiges abverlangt und sicherlich kein Renner wird. Eigene Interessengebiete haben uns auf Informationen zu dem am 29.02.2024 in deutschen Kinos angelaufenen Film aufmerksam gemacht, den wir uns am 9.03.2024 anschauen. Das intensive Filmerlebnis motiviert zu diesem Text. Am Postende aufgeführte Filmbesprechungen und Interviews mit Darstellern sowie Artikel zu Rudolf Höß dienen Vertiefungen dieses Textes.

Sonntag, 31. Dezember 2023

Wim Wenders "Perfect Days" - Großes Kino!

Hauptdarsteller im Badehaus
Hauptdarsteller mit Nichte im Park
Du kannst den Wind nicht einladen, aber du kannst das Fenster offen lassen (chinesisches Sprichwort).
Vor 12 Jahren waren waren wir zuletzt im Kino, um die Filme Faust von Alexander Sokurow und The Tree of Life von Terrence Malick zu sehen. Beide Filme sind große Meisterwerke und kommerzielle Misserfolge. The Tree of Life hat uns länger beschäftigt. Der Film hat einen Post inspiriert und Besuche von Drehorten auf USA-Reisen angeregt.(1,2) Nach den beiden Filmbesuchen hat uns seit 2011 kein neuer Film interessiert, aber das Fenster blieb offen. 
Mehr als 12 Jahre sind vergangen, bis wir am 26.12.2023 wieder ein Kino besuchen, um den Film Perfect Days von Wim Wenders zu sehen, erneut ein Meisterwerk, das diesen Post rechtfertigt.(3)

Donnerstag, 9. November 2023

Otto Dix und die Gegenwart - Ausstellung in den Deichtorhallen Hamburg, 30.09.2023 - 25.02.2024 (Update 07.01.2024)

Blick über den Oberhafen zu den Deichtorhallen Deichtorhallen Ausstellungsplakate
 
Wir kennen Otto Dix (1891-1969) bisher vor allem als Maler einer als Neue Sachlichkeit bezeichneten Kunstrichtung, die sich nach dem 1. Weltkrieg als Gegenbewegung zum expressionistischen Pathos etablierte und die Welt objektiv darzustellen vorgab. In zahlreichen Gemälden stellt Otto Dix unkultivierte menschliche Roheit und Abgründe menschlichen Verhaltens dar, die er als Freiwilliger des 1. Weltkriegs kennenlernte und auch im Großstadtleben wahrnahm. In der NS-Zeit wurden etliche seiner Arbeiten als entartete Kunst diffamiert und Dix von seiner Professur an der Kunstakademie Dresden entlassen. Um sich nicht in Gefahr zu bringen, reagierte Dix auf diese Entwicklung mit Zurückhaltung. Er vermied offene gesellschafts- und zeitkritische Provokation und malte vor allem Porträts, Landschaften und religiöse Motive. Die Ausstellung in den Deichtorhallen konzentriert sich auf Werke, die Otto Dix während der NS-Zeit und darüber hinaus schuf und will vermitteln, dass zwischen Arbeiten der Weimarer Zeit (vor 1933) und der NS-Zeit (ab 1933) zwar ein Motivwechsel stattfindet, dieser aber nicht als ein tiefer Bruch aufzufassen ist. Dix habe lediglich aufgrund politischer Bedingungen seine subversiven Ansichten über vermeintliche Werthaltigkeit menschlichen Denkens und Verhaltens in andere Darstellungen transformiert. Ein zweiter Schwerpunkt der Ausstellung konzentriert sich auf die Rezeption seiner Werke in Arbeiten der Gegenwartskunst.
- Fotoserien: Otto Dix - Gegenwartskunst

Samstag, 1. Oktober 2022

Wunder gibt es immer wieder - Katja Ebstein, Resl von Konnersreuth und ein bayerischer Ministerpräsident

Therese Neumann 1962
Katja Ebstein 1970
Die deutschen Schlagersängerin Karin Ilse Überall (geb. Witkiewicz) machte Karriere unter ihrem Künstlernamen Katja Ebstein. Resl von Konnersreuth, je nach Sicht als Mystikerin, Hysterikerin oder Betrügerin bezeichnet, hieß bürgerlich Therese Neumann. Die volkstümliche Umbenennung verweist auf den oberpfälzer Geburts- und Lebensorts Konnersreuth. Katja Ebstein und Therese Neumann verstehen/verstanden sich als Christen, was individuell nicht das Gleiche ist. Katja Ebstein ist eine in der SPD organisierte politisch linke protestantische Christin. Therese Neumann blieb von der Entzauberung der Welt durch Prozesse der Rationalisierung und Intellektualisierung (Max Weber) unberührt. Sie war mittelalterlich-urkatholischer Volksfrömmigkeit verhaftet und verstand sich als Medium christlicher Leidensmystik. Ob sie
sich selbst so sah oder diese Rolle spielte, ist ungeklärt. Der Post geht dieser Frage nach.

Dienstag, 8. Juni 2021

Andy Warhol Now - Retrospektive im Museum Ludwig, Köln, 12.12.2020 - 13.06.2021

Installationsansicht, Andy Warhol Now, Museum Ludwig, Köln, 2021 Installationsansicht, Andy Warhol Now, Museum Ludwig, Köln, 2021 Museum Ludwig, Köln
 
Andy Warhol: Self-Portrait, 1986 Man muss Andy Warhol (1928 - 1987) nicht mögen und seine Arbeiten nicht lieben, um anzuerkennen, dass er zu den bedeutendsten Künstlern der Avantgarde des 21. Jahrhunderts zählt und seit Jahrzehnten als musealer Klassiker postmoderner Ästhetik gilt. Radikaler als Marcel Duchamp und Dada bewies Warhol die prinzipielle Kontingenz von Kunst. Warhol trivialisierte Kunst durch Ästhetisierung des Trivialen, entblößte den Doppelcharakter von Kunst als Fetisch (heiliges Objekt) und als Ware (Handelsobjekt), erschloss Optionen neuer ästhetischer Ausdrucksweisen, erfand sich wie ein Chamäleon ständig neu und blieb dabei stets als Warhol identifizierbar. Als Geistesverwandte teilten Warhol und der 'Kunst-Schamane' Joseph Beuys gegenseitige Wertschätzung. - Fotoserie des Besuchs
Obwohl Warhol selbst als scheu, undurchsichtig, introvertiert, hypochondrisch, voyeuristisch, schwul galt, bildete er ein Kraftzentrum des internationalen Jetsets und derjenigen, die sich selbst als Nabel der Welt und Spitze der Avantgarde verstanden oder entsprechend hofiert wurden. Ohne Scheu betrieb Warhol 'Kunst-Prostitution'. Wer sich für wichtig hielt und genug Geld zahlte, konnte sich portraitieren oder Objekte bemalen lassen. Warhol nahm lediglich Polaroid-Fotos auf. Umsetzungen als Siebdruck oder in anderen Techniken übernahmen Assistenten seiner Factory, die Kunst seriell industrialisierte und vermarktete.

Freitag, 24. November 2017

„Wer ist 'wir'? - Ich nicht!“ - Gerhard Polt und die Well-Brüder im Bürgerzentrum Chorweiler (Update 15.12.2017)

polt-well-presse1.jpg Gemeinsam mit den Well-Brüdern, ex Biermösl Blosn(2), Multi-Instrumentalisten, unter denen Christoph Well herausragt, gestaltet Gerhard Polt im Kölner Bürgerzentrum Chorweiler ein ebenso unterhaltsames wie provozierendes 2-stündiges Life-Programm. Das Programm macht bewusst, dass Menschen die Notwendigkeit von Prinzipien eines friedlichen Zusammenlebens zwar einsehen, solche Prinzipien jedoch als Rechtfertigungen individueller Vorteile konstruieren.(1)
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Schmarrn! Bildobjekte sind Folien, auf die wir eigenes Unwissen, Halbwissen oder Expertenwissen projizieren und mit persönlichen Erfahrungen, Präferenzen und Ängsten einfärben. Unbewusst amalgamiert das Gebräu zu einem sich als richtig, objektiv, wahr anfühlenden subjektiven Verständnis von Welt.
Mit Sprache und Musik, die mehr als 1000 Bilder zeigen, machen Gerhard Polt und die Well-Brüder auf Alltags-Rassismus in Deutschland aufmerksam und kartieren kulturelle Grenzen, die Oasen von Wohlbefinden, Überzeugungen, Verurteilungen und Selbstgerechtigkeit verminen. Satirisch-drastische Sprache vermittelt, wie unverzichtbare kulturelle Sozialisation Fallen stellt, Glauben und Irrtümer als Gewissheit ausgibt und unsere Köpfe mit Vorurteilen und Irrtümern rassistisch infiziert.(3) Besucher der ausverkauften Veranstaltung sind begeistert. Zwei Zugaben belohnen frenetischen Beifall. 'Predigen kann man nur den bereits Bekehrten' (Pierre Bourdieu). Gaps zwischen Unterhaltung und sozialer Wirklichkeit können Satire und Humor nicht überwinden, aber sie machen auf Fallen aufmerksam, aus denen nur wir selbst uns mit eigenen Anstrengungen befreien können. - Fotogalerie

Sonntag, 18. Mai 2014

Wols, der große Inspirator des Informels - Ausstellungen zum 100. Geburtstag

Composition champigny, 1951
Mein gelber Hund mit seinen vor Alter grauen Haaren,
der alle Bäume des so literarischen Boulevard Saint-Germain zweimal am Tag anpinkelt.
Er hat mir gesagt: Deine Malerei ist blödsinnig. Das hat er mir gesagt.

Kurz nach K.O. Götz, dessen Retrospektive wir zu Beginn des Monats besucht haben (Post der Ausstellung im Museum Küppersmühle vom 3.5.2014), könnte auch der mit dem Künstlernamen Wols signierende Maler Wolfgang Schulze seinen 100. Geburtstag feiern, wenn er nicht bereits am 1. September 1951 im Alter von 38 Jahren unter tragischen Umständen verstorben wäre.
K.O. Götz wird als Protagonist des Informels in Deutschland gewertet. Wols übt nachhaltigen Einruck auf die europäische Nachkriegs-Avantgarde aus und eröffnet völlig uneitel und absichtslos ein neues Kapitel der Kunstgeschichte. Posthum erlebt Wols eine Weltkarriere und gilt in der Gegenwart neben dem US-Amerikaner Jackson Pollock als Inspirator des Informels.
Anlässlich seines 100. Geburtstages würdigen 5 Sonderausstellungen die herausragende Bedeutung des Künstlers(1). Wir haben das Glück, auf unserer Reiseroute über den Harz und den Thüringer Wald in Quedlinburg und in Kassel 2 der 5 aktuellen Sonderausstellungen besuchen zu können.

Samstag, 11. Februar 2012

Georg Baselitz in der Villa Schöningen, Potsdam

Unsere Anreise nach Berlin starten wir bereits kurz vor 8:00 Uhr, damit uns noch Zeit bleibt für einen Besuch einer Ausstellung von frühen Arbeiten aus der Privatsammlung von Georg Baselitz. Ausgestellt sind die vorher öffentlich noch nie gezeigten Gemälde in der Villa Schöningen.
Das Privatmuseum der Villa Schöningen liegt nahe der Glienicker Brücke auf der Potsdamer Seite und ist uns bereits bei unserem letzten Besuch in Potsdam im Dezember 2011 aufgefallen. Heute bietet sich die Gelegenheit, das Haus und seine Geschichte näher kennenzulernen.






Donnerstag, 3. November 2011

Move Your Ass!

Nit wat die andere meine,
es et Evangelium!
Do muß för dich entscheide,
do jitt et kei Verdon!

Jung bliev wie do bes!

Loß dir nix verzälle!
Wat han die andere Köpp
dann schon zo kamelle!
(Songtext der 'Höhner' aus 'Jung bliev wie do bes')

Kniebeschwerden beschäftigen uns aktuell mehr als wir es uns wünschen und die weitere Entwicklung bleibt spannend.
  • Bella zeigt sich zwar wie gewohnt pessimistisch, bei sachlicher Betrachtung befindet sie sich jedoch auf einem guten Weg. Prognosen über die zu erreichende Belastbarkeit sind aber prinzipiell noch unsicher.
  • Mit einer Untersuchung in der 'Klinik am Ring', die auf Knie- und Schulterbeschwerden spezialisiert ist, habe ich am 3.11.2011 den Status meiner Kniebeschwerden überprüfen lassen, damit ggf. Optionen für Verbesserungsmaßnahmen aufgezeigt werden können. Die Ärzte konnten zwar keine Perspektiven für eine Verbesserung der Situation in Aussicht stellen, sie haben aber mit ihren Aussagen mein Verhalten bestätigt und meinen Optimismus gestärkt.

Freitag, 17. Juni 2011

"The Tree of Life" - Verstörendes Meisterwerk von Terrence Malick (Update 29.12.2023)

Kinos besuchen wir selten und nur dann, wenn Filme subjektive Relevanz erwarten lassen. Meistens wissen wir Besseres zu tun, als aus Langeweile Kinos zu besuchen. Nach Wong Kar-Wais Film "2046" im Jahr 2004 motivierte uns erst nach 7 Jahren freiwilliger Abstinenz wieder Terrence Malick mit seinem gewaltigen Werk "The Tree of Life" zum Kinobesuch. Soviel vorweg: "The Tree of Life" polarisiert und lässt niemanden kalt. Bereits in Cannes, wo der Film 2011 mit der Goldenen Palme der 64. Filmfestspiele ausgezeichnet wird, vermengen sich in der Vorstellung Applaus und Buhrufe. Nach der Premiere bringen Stimmen ihre Enttäuschung zum Ausdruck, weil der Film vermeintlich an seinem Anspruch scheitert. Spekulieren lässt sich über die Frage, ob Terrence Malicks Film die "Goldene Palme" erhalten hätte, wenn "Melancholia" nicht an Lars von Triers verbalen Entgleisungen gescheitert wäre. 

Montag, 13. Juni 2011

Adolf Wölflis Reise aus der Ohnmacht in die Allmacht, Ausstellung in Ingelheim (2011)

Das Skt. Adolf-Roosali von Skt. Adolf-Wald, 1920
Adolf Wölfli (1864-1930)
"Ich kann meinem Gott nicht dienen!
Ist zu weit entfernt von mihr.
Reittet stehts auf andern Schienen!
Zischt und geifert, wie ein Thier."

"Natuhrvorscher, Dichter, Schreiber, Zeichner, Componist, Landarbeitter, Melker, Handlanger, Gäärtner, Gipser, Zementter, Bahn-Arbeitter, Taglöhner, Scheeren-Schleiffer, Fischer, Schiffer, Jäger, Welsch-Heurer, Tohtten-Gräber und Soldat des Emmenthaler Battaillons 3. Kompanie, 3. Sektion. Ebjä!!'' "Skt.Adolf II., Allgebratohr, Oberst Fäld-Heer und Musik-Diräktohr, Riesen-Theaat'r-Diräktohr, Allmacht-Riesen-Dampfer-Kappitain und Dr. der Kunst und Wissenschaft, Diräktohr der Allgebra und Geographie-Hefter-Fabrikatiion und Jäger-General. Erfinder von 160 sälbstgemachten, hochwärtvollen und jeh vom russischen Zaar patentiertten Erfindungen und jeh, der gloreiche Sieger von zahlreichen gewalltigen Risen-Schlachten."

Als Mensch, der in seinem Leben nie Liebe erfahren hat, bearbeitet der als schizophren geltende Adolf Wölfli in verzweifelter Einsamkeit unter Obhut einer psychiatrischen Anstalt seine Trauer. Auf Basis göttlicher Aufträge entfaltet Adolf Wölfli eine geradezu unglaubliche Kreativität, die eine neue Weltordnung in einem eigenen Kosmos erschafft und das Chaos seiner Lebenswelt bändigt.

Francesco Clementes Statements - Archaische Mystik oder manieristische Symbolik?


In Frankfurt/M. zeigt eine Austellung der Kunsthalle SCHIRN vom 4.06.- 4.09.2011 aktuelle und ältere Arbeiten des in New York und Rom lebenden italienischen Malers Francesco Clemente. Im Zentrum der Ausstellung steht der im Jahr 2009 geschaffene Zyklus "A History of the Heart in Three Rainbows", den drei Gruppen mit je fünf monumentalen Aquarellen im Format 1,85 m x 3,65 m bilden.

Francesco Clemente malt gegenständlich. Welche Impulse ein Betrachter empfängt und welche Erklärungen oder Deutungen sich bei der Betrachtung einstellen, gibt Clemente nicht vor, sondern überlässt diesen Prozeß der Erklärung oder Deutung dem Betrachter. Ein solcher Ansatz öffnet naturgemäß einen breiten und auch kontroversen Deutungsraum, auf den uns Frankfurter Tageszeitungen aufmerksam machen. Von dieser spannenden Konstellation möchten wir uns gerne selbst ein Bild machen. Am 13.06.2011 bietet sich uns diese Gelegenheit.

Sonntag, 27. März 2011

Eugen Schönebeck - Er ist wieder da, aber nur vorübergehend zu sehen

Eugen Schönebeck, Der wahre Mensch, 1964
"Er kam, revolutionierte die Kunst und verschwand", schreibt Swantje Karich in einem anregenden Artikel der FAZ vom 23.11.2010, in dem sie auf die Retrospektive im SCHIRN im Zeitraum 22.02.-15.05.2011 aufmerksam macht. Fast alle erhaltenen Gemälde Eugen Schönebecks und etliche bedeutende Zeichnungen sind ausgestellt.

Der 1936 bei Dresden geborene Maler studiert ab 1955 an der Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin und lernt dort seinen zeitweiligen Freund Georg Baselitz kennen. Zu Beginn der sechziger Jahre begiebt sich Eugen Schönebeck gemeinsam mit Georg Baselitz auf den Weg, die aktuelle Kunstszene kraftvoll zu erobern. Dann zerbricht die Freundschaft an zwei übermächtigen Egos. Georg Baselitz wird ein Weltstar. Eugen Schönebeck stellt das Malen 1966 ein.
Biographische Anmerkungen in 'Zeit Online' 
Artikel der Tageszeitung 'Die Welt' zur Austellung
Diashow der eigenen Fotoserie