

Das
Max Ernst Museum Brühl steht schon länger auf unserer To-do-Liste. Sonniges Winterwetter und die Option des freien Eintritts am jeweils letzten Donnerstag eines Monats motivieren uns heute zum Besuch.(1) Im Außenbereich des Museums treffen Besucher auf 3 Skulpturen mit der Bezeichnung
'Corps enseignant pour une école de tueurs' (Kollegium einer Schule für Totschläger) aus dem Jahr 1967. Ob der Name als Riposte gegen die Stadt
Brühl zielt, mit der sich
Max Ernst überwarf, oder einer seherischen Begabung des Künstlers entspringt, bleibt Spekulation.(2)
Max Ernst ist zwar in der rheinischen Provinzstadt
Brühl 1891 geboren und aufgewachsen, aber sein Künstlerleben verbrachte er ab 1922 im Ausland. Während der NS-Zeit emigrierte er 1941 mit Hilfe von
Peggy Guggenheim aus Frankreich in die USA (wo die beiden heirateten), kehrte mit seiner vierten Ehefrau
Dorothea Tanning 1953 nach Frankreich zurück und verstarb 1976 in Paris.
Brühls provinzielle Kleinkariertheit bot seiner Bedeutung keine angemessene Bühne. Eine Ehrenbürgerschaft der Stadt anlässlich seines 75. Geburtstages lehnte
Max Ernst 1966 ab.(3) 1971 gelang die Aussöhnung.(4) 2005 eröffnete das
Max Ernst Museum, dem unsere Aufmerksamkeit heute gilt.-
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