Freitag, 25. Dezember 2015

Apollo in meinem Atelier - Werkschau Heinz Mack im Museum Küppersmühle, Duisburg (22.10.2015 - 31.01.2016)

Eingang Museum KüppersmühleP1280478.jpg Arbeiten Heinz Macks(1) verbindet über mehr als 50 Jahre das Thema 'Licht'. Die Ausstellung Apollo in meinem Atelier im Duisburger Museum Küppersmühle bietet eine sehenswerte Gesamtschau aller Werkperioden Künstlers.
Bereits das Raumfahrt-Programm Apollo nutzte die Apollo-Metapher(2) als Symbol des Aufbruchs zu den Göttern. Mit der Apollo-Metapher deklariert Heinz Mack seine Arbeiten als ein ferne Welten erschließendes, einzigartiges künstlerisches Programm, und er erklärt zugleich, wie er sich ohne jede Bescheidenheit selbst sieht und gesehen werden möchte: Auf Augenhöhe mit dem Gott des Lichts und der Künste. Fotoserie des Ausstellungsbesuchs(3)


Chromatische Konstellation, Heinz Mack

Vor dem Hintergrund von Weltkriegserfahrungen und unter dem Einfluss von Künstlern wie Yves Klein, Piero Manzoni, Lucio Fontana und Jean Tinguely gründete Heinz Mack mit Otto Piene(4) 1957/8 die Kunstbewegung ZERO, der sich 1961 Günther Uecker anschloss. Die Gruppe proklamierte in ihrem ZERO-Manifest (1963) nicht weniger als einen Neubeginn der Künste.(5)
1966 löste sich die Gruppe auf. Mit dem Erfolg standen vermutlich große Egos der weiteren Kooperation im Weg.(6,7) In der Folgezeit entwickelte Heinz Mack sein Programm zu einem breiten Werk, in dem Objekte, Materialien und Techniken das Thema 'Licht im Kontext von Räumen' als durchgängiges Prinzip variieren. Grenzen von Räumlichkeit fokussiert Heinz Mack in seinen Arbeiten nicht ausschließlich auf geschlossene Raumarchitekturen. Bühne seiner Werke bilden ebenso offene Stadtarchitekturen, wie auch Landschaften der Sahara und der Arktis.


Lichtkinetische Objekte, Heinz Mack

Arbeiten der frühen und mittleren Werkperiode konzentrieren sich auf monochrome rhythmische oder rotierende Strukturen in Bewegung. Diese sind zunächst überwiegend silbrig und stark reflektierend gestaltet.


Foto Sahara-Projekt, 1968, Heinz Mack

Einige Fotos dokumentieren in der Ausstellung spektakuläre Landschaftsprojekte Heinz Macks in der Sahara sowie in der Arktis. (Weitere Informationen auf der Webseite des Künstlers: Wüste und Arktis)


Schwarze Marmorskulpturen und schwarze Acrylbilder, Heinz Mack

Eine anfängliche Eindimensionalität verlässt Heinz Mack später mit schwarzen und weißen Objekten, die sich nun nicht mehr selbst bewegen, aber mit Blickrichtung und Beleuchtung durch Licht modelliert werden.
 

Chromatische Konstellation, Heinz Mack

Im Spätwerk wird das Farbspektrum des Lichts zum zentralen Topos großformatiger Tafelbilder. Die aktuelle Ausstellung zeigt 17 dieser dank intensiver farbiger Leuchtkraft scheinbar energetisch vibrierenden Gemälde.


Ein Raum für Apollo, 2015, Heinz Mack

Eigens für diese Ausstellung hat Heinz Mack den begehbaren Farbraum "Ein Raum für Apollo" eingerichtet. Mehrere Videos bieten ergänzende Informationen.


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