Zum Hochzeitstag besuchen wir traditionell ein Spitzenrestaurant und verbinden den Besuch gerne mit einer Reise. In diesem Jahr fällt der Hochzeitstag zwischen 2 größere Reisen, weshalb wir uns mit einem Restaurant in der Umgebung unseres Wohnsitzes 'begnügen', das mit der Straßenbahn erreicht werden kann. Der 39. Hochzeitstag ist mehr als eine Zahl, er ist ein Statement, das zu einer angemessenen Würdigung motiviert. Konstante Qualität auf höchstem Niveau bietet Joachim Wisslers Restaurant Vendôme im Schloss Bensberg, das in der Gegenwart als Grandhotel Schloss Bensberg von der Gruppe Althoff Hotels betrieben wird. In der deutschen Ausgabe des Guide Michelin ist das Restaurant Vendôme seit 2006 mit 3 Sternen neben aktuell 8 weiteren Restaurants ausgezeichnet. Unter diesen gilt das Vendôme als eine Maßstäbe setzende Benchmark der Küchen- und Restaurantkultur über Deutschland hinaus. Maßgebliche Restaurantkritiker sind sich einig, dass Joachim Wissler zur internationalen Kochelite und das Vendôme zu den weltbesten Restaurants zählt. Derartige Ansagen schüren hohe Erwartungen. Das Vendôme löst sie ein. - Fotogalerie Restaurantbesuch Vendôme
Im alten Kavaliershaus des Schlosses begrüßt Joachim Wissler die Gäste am Empfang des Restaurants persönlich. Während des Abends sehen wir ihn dank einer verglasten Wand inmitten seiner großen Küchenmannschaft arbeiten.Seit unserem letzten Besuch vor 10 Jahren wurde das Restaurant komplett renoviert und die ehemals barocke Möblierung gegen ein unaufdringliches elegant-modernes Ambiente ausgetauscht. Den großen Raum des Restaurants gliedert ein transparenter Raumteiler-Vorhang in 2 intimere Abteile mit locker gestellten Tischen. Wir nehmen im hinteren Abteil Platz.
Die Speisekarte bietet 3 Menüs mit 5, 8 oder 10 Gängen zu 190, 230 oder 265 Euro. Wir entscheiden uns für das 5-Gang-Menü, das jeden Mittwoch- und Donnerstagabend als "Staus Quo" inkl. Weinbegleitung und Espresso für 210 Euro angeboten wird. Bei allen Gängen können wir zwischen 2 Alternativen wählen. Ein Sortiment unterschiedlicher Brote, gesalzene Elsässer Butter sowie ein jeweils 4-teiliger "Auftakt" und "süßer Abschluss" ergänzen alle Menüs. Zum Kaffee wird eine Auswahl Petit Fours gereicht.
Chefsommelier Marco Frenzelin, 'Sommelier des Jahres' der FAZ 2014 und im Gault&Millau 2017 präsentiert zu den komplexen Gerichten des Menüs eine kongeniale Weinauswahl von Weinen aus Österreich, Kanada, Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland. Der 10-köpfige Service agiert äußerst erfreulich: Hochkompetent, unaufdringlich-aufmerksam, entspannt-freundlich. Die zeitliche Taktung der Gangfolge gerät über 3,5 Stunden perfekt.
Uns fällt schwer, eine der Küchenkunst Joachim Wisslers angemessene Beschreibung zu formulieren. Wir überlassen Jürgen Dollase die Laudatio: Die ganz große kulinarische Oper
Auftakt
1. Gänseleber & Brachfeldfrüchte, Sanddornculis, Walnusscrème, Apfelgelee
2. Lechtalsaibling im Buchenholzrauch / Geschmorter Aal & Rübstil auf Birnen-Meerrettichjus
3. Kabeljau & Pomelo, Razor Clams à la Escabeche, Rapsbrokoli
4. Challans-Ente & Fenchelkrokant / Limousin-Lammrücken
5. Champagnereis & Zitrussabayon / Rhabarber & Bergamotte
Espresso & Petit Fours
Süßer Abschluss














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