Donnerstag, 1. Januar 2015

MONA & Moorilla Estate - Journey to the Underworld auf der australischen Insel Tasmanien

Für David Walsh und Partnerin reservierte Parkplätze
Das 2011 auf dem Gelände des Weingutes Moorilla Estate eröffnete 'Museum for Old & New Art' (MONA) ist Mitspieler der Museums-Weltliga und genießt mittlerweile mehr Beachtung als etwa die Londoner Saatchi Gallery. In renommierten Tageszeitungen und Fachzeitschriften berichten Experten über Architektur, Sammlung und Besitzer des Museums, den Multimillionär und Kunstsammler David Walsh(1). 2012 setzte ‚Lonely Planet’ Hobart dank MONA auf die ‚Planet Top 10 List’ besuchenswerter Städte und kürte Hobart damit zur touristischen Weltstadt. Den Besuch des Museums haben wir bei der Planung unserer Australienreise 2014/15 auf unsere ‚Must-do-Liste’ gesetzt. Am Neujahrstag realisieren wir den Besuch bei perfektem Sommerwetter.
In Museumsräumen sind Fotos für private Zwecke ohne Blitz/Stativ gestattet. Die Veröffentlichung privater Fotos und Videos auf Webseiten ist untersagt, weshalb die öffentliche Fotoserie keine Aufnahmen aus Innenräumen des Museums zeigt.(2) Diashow der Fotoserie


Überblick
Blick über den Derwent River zum Mount Wellington
Neben MONA und Moorilla Estate umfasst das Gelände am Derwent River eine Brauerei, mehrere Restaurants und einen Hotelbetrieb mit Übernachtungspreisen von $600 bis $950. Konzertveranstaltungen und Musikfestivals ergänzen ein auf zahlreiche Besucher ausgelegtes kulturelles Versorgungsprogramm, das mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt. In Anbetracht der relativ isolierten Lage Tasmaniens und gerade 500.000 Einwohnern (davon ca. 130.000 im Raum Hobart), muss das Angebot vor allem Touristen anziehen. Am Neujahrstag scheint die Rechnung aufzugehen. Per Saldo ist jedoch das Gesamtprogramm keine 'Cash Cow', sondern eher ein privates Hobby, in das David Walsh(1) dreistellige Millionenbeträge gesteckt hat und dessen Betriebskosten er mit mehreren Millionen Dollar jährlich bezuschusst. Das Programm des Imperiums verstehen wir als Versuch, eine historisch herausgebildete Aufspaltung kultureller Sphären, wie Kunst, Musik, Essen, Wein, zugunsten einer anarchischen Verschmelzung aufzulösen, um sie auf ihre chaotischen Ursprünge zurückzuführen.


Anreise
MONA-Fähre am Anleger
Das Gelände des Moorilla Estate liegt 12 km von Hobart Zentrum entfernt im Vorort Glenorchy am Derwent River. Stilvoller oder praktischer als individuelle Anreise sind die Angebote von MONA-Bus ($20 pP), MONA-Fähre ($20 pP), MONA-Helikopter ($99 pP). Weil David Walsh möchte, dass sich Besucher wie bei Tempelanlagen der Antike auf dem Wasserweg seinem Heiligtum nähern, hat er eine Fährlinie ab Hobart Waterfront einrichten lassen. Die 30minütige Fahrt mit der ‚Kunstfähre’ MONA ROMA stimmt auf den Tempelbesuch ein. Wer sich betäuben muss, kann an der Bar Wein des Moorilla Estate oder Bier der Moorilla Brauerei erstehen. Hungrig muss niemand den Tempel betreten. Neben fertigen Snacks bereitet die Bordküche kleine Gerichte frisch zu. Wie es sich für einen Tempel gehört, führt eine Treppenanlage vom Fähranleger zum Heiligtum auf einem Felsen. Bei Bedarf wird ein weiterer Fähranleger für einen barrierefreien Zugang genutzt.



MONA – erste Eindrücke

Mount Wellington und Gothic Cement Mixer, Wim Delvoye
Auf dem frei zugänglichen Gelände des Moorilla Estate sind die großen Objekte ‚Gothic cement mixer’ und ‚Chappel’ des belgischen Künstlers Wim Delvoye aufgestellt. Innerhalb des Museums abeitet eine (von mehreren) ‚Cloaka’-Maschinen des belgischen 'Künstlers' Wim Delvoyes. Die Maschine simuliert mit aufdringlichem Gestank den menschlichen Verdauungsvorgang und produziert aus Rinderkadavern innerhalb von 24 Stunden Exkremente. Das Produkt wird portionsweise in Folien verschweißt und verkauft. Entgegen der  Redewendung 'Pecunia non olet' deckt die Installation die Anrüchigkeit von Kunst und Geld stinkend auf.







Eingangsfront des MONA
Abgesehen von der verspiegelten Eingangsfront („Erkenne dich selbst!“) ist die Zugangsebene des Museums relativ unscheinbar. Der Eintrittspreis von $25 pP ist zwar forsch, aber wir bereuen ihn nicht. Für Tasmanier ist der Eintritt frei. Da keine der ausgestellten Arbeiten beschriftet ist, wird jeder Besucher mit einem Smartphone ausgestattet, das mittels GPS die Position eines Besuchers erkennt und die passenden Erläuterungen anbietet (nicht in Deutsch). Die Nutzung des Smartphones ist im Preis enthalten. Der Guide ist nicht nur innovativ und elegant, er ist äußerst hilfreich. Die Museumsräume liegen unterhalb der Eingangsetage (Ground) und sind über 3 Ebenen ca. 20 m tief in den 250 Millionen Jahre alten triassischen Sandstein der Halbinsel Berriedale getrieben. Der Rundgang durch das Museum beginnt auf der untersten Etage. Die fensterlose unterirdische Architektur vermittelt Besuchern bewusst eine bedrohliche Atmosphäre von Unterwelt. Eine labyrinthische Treppenarchitektur, die von MC Escher konzipiert sein könnte, führt vom Untergeschoss in die oberen Etagen.

David Walsh(1) besitzt eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst sowie antiker und ethnologischer Objekte. Das Museum stellt aktuell 400 Werke der Sammlung aus und präsentiert zusätzlich Sonderaustellungen, die mit David Walsh's(1) privater Sammlung korrespondieren. Der über mehrere Ebenen reichende Hauptsaal zeigt als zentrales Werk des Museums die Arbeit ‚The Snake’ des vermutlich bedeutendsten modernen australischen Künstlers, Sidney Nolan. ‚The Snake’ setzt sich aus 1620 gegenständlich und abstrakt bemalten glaskeramischen Fliesen zu einem monumentalen Großgemälde zusammen. Die Einzelbilder sind so arrangiert, dass ihre Hell-Dunkel-Verteilung ein schlangenartiges Muster ergibt, das als Symbol der Regenbogenschlange verstanden werden soll.(3)

Die aktuelle Sonderausstellung ‚River of Fundament’ präsentiert eine von Norman Mailers verissenem Roman ‚Ancient Evenings’ (Frühe Nächte) (4) inspirierte Werkgruppe des polarisierenden amerikanischen Künstlers Matthew Barney, die als Requisiten eines fragwürdigen monumentalen Kunstfilms entstanden sind.(5) Die vorher im Münchener Haus der Kunst präsentierte umstrittende Ausstellung(6) wurde für MONA von David Walsh(1) und den beiden MONA-Kuratoren Nicole Durling and Olivier Varenne in Zusammenarbeit mit Matthew Barney neu kuratiert. MONA zeigt Matthew Barney's Arbeiten in Beziehung zu antiken Werken der Sammlung von David Walsh(1) und zur Raumarchitektur seines Museums. Der Einfluss von Joseph Beuys auf Matthew Barney, zu dem sich Barney bekennt, zeigt sich deutlich in Ausdrucksform und suggestiver Kraft etlicher Objekte.

Wer sich fragt, was dieses Museum aus der weltweiten Museumslandschaft heraushebt und so erfolgreich macht, findet bei Recherchen zum MONA-Konzept keine ergiebigen Resultate. Im Internet kursieren etliche Artikel, die über oberflächliche Betrachtungen nicht hinausgehen. Eigene Anmerkungen zum MONA-Konzept sind Diskussionsbeiträge ohne Anspruch auf Wahrheit.(7)


Moorilla Estate
Moorilla Estate
Der Italo-Australier Claudio Alcorso baute ab 1958 das Moorilla Estate zum Flagschiff tasmanischer Weinkultur auf. Insbesondere die Rieslinge des Weingutes setzten Maßstäbe. In den 1990er Jahren ging es mit dem Weingut bergab. David Walsh(1) kaufte 1995 die Halbinsel Berriedale mit dem Weingut und investierte $200 Millionen, um das Weingut wieder an die Spitze zu bringen.









 
Konzertbühne Moorilla Estate
2004 wurde das Weingut um eine Micro Brewery ergänzt, in der 5 unterschiedliche Biere gebraut werden. Besucher können Weine und Biere mit oder ohne Führung verkosten. Mehrere Restaurants, ein Hotelbetrieb ($600 - $950 pro Wohneinheit/Nacht), Konzertveranstaltungen und Musikfestivals ergänzen das Unterhaltungsprogramm. Während unseres Besuchs laufen auf der Bühne des Geländes Vorbereitungen eines Konzertes der US Indie Band Violent Femmes.









Wine Tasting im Moorilla estate
Für $10 werden ein ‚Beer Tasting’ mit 5 Bieren der eigenen Brauerei und ein ‚Wine Tasting’ (in Riedel-Gläsern!) mit 2 Sekten, 6 Weißweinen  und 4 Rotweinen des Moorilla Estate angeboten. Wir entscheiden uns für das ‚Wine Tasting’. Der Wein ist in 2 Linien eingeordnet. Weine der Linie ‚Praxis’ sind im Stahltank ausgebaut ($25 - $30). Weine der Linie ‚Muse’ sind im Holzfass gereift ($30 - $40). James Halliday wertet die Muse-Weine mit 93 – 95 Punkten und höher als die Praxis-Weine, denen er 91 - 93 gibt. Die Weine der Muse-Linie schmecken uns zu holzbetont und zu gerbstoffreich. Uns gefallen der Riesling-Sekt ($49) sowie der Sauvignon Blanc ($25) und der Chardonny ($30) aus der Praxis-Linie. Da bei Kauf von mindestens einer Flasche Wein $10 Tasting-Kosten verrechnet werden, nehmen wir je eine Flasche Sekt und Sauvignon Blanc mit.




Vegetable Imbiss am Moorilla Estate
Nach der Verkostung brauchen wir einen Imbiss. Kioske auf dem Gelände bieten verschiedene Gerichte an. Wir nehmen die ‚Vegetable Plate’ ($12) und sind mit der Wahl sehr zufrieden.











 
The TASTE of Tasmania
Den Ausflug beenden wir mit einem Besuch des TASTE Festivals an Hobarts Waterfront. Das perfekte Sommerwetter zieht am Neujahrstag viele Besucher an. Einen Sitzplatz finden wir nur in der Sonne. Um nicht zu verbrennen, verweilen wir nur kurz.








 

Anmerkungen

(1) Spieler und Multimillionär David Walsh

David Walsh ist ein professioneller ‚Spieler’ (Gambler). Zusammen mit seinem Partner, Zeljko Ranogajec, hat er ein System entwickelt, das mathematische Methoden mit makroökonomischen Modellen und Annahmen über sozialpsychologische Verhaltensmuster kombiniert, um Wahrscheinlichkeiten des Ausgangs von Wetten zu berechnen. Auf Basis dieses System wettet das Walsh-Ranogajec-Syndicat seit Jahrzehnten höchst erfolgreich gegen Wettsysteme. Millionengewinne aus Wetten erlaubten David Walsh, 1995 das Moorilla Estate samt der Halbinsel Berriedale zu kaufen und über die Jahre eine riesige Sammlung aufzubauen, die neben moderner Kunst vor allem ethnologische Artefakte aus unterschiedlichen Kulturräumen und Zeitepochen umfasst.

David Walsh weist gerne darauf hin, dass spekulative Finanzmärkte lediglich eine besondere Ausprägung von Wettsystemen darstellen, die sich aber darin unterscheiden, dass Spieler und Spielgewinne, im Unterschied zu Anlagestrategien in Finanzmärkten, als unmoralisch betrachtet werden. David Walsh kommentiert diese Betrachtungsweise gerne bissig-ironisch und pflegt eine Selbstdarstellung, die ihn als snobistisch, extravagant, skurril, radikal, kompromisslos, dekadent zeigt. 2 Parkplätze am Moorilla Estate sind reserviert für ‚God’ und ‚Gods Mistress’. Sören Kittels Kurzporträt des Protagonisten in einem Welt-Artikel ist nachvollziehbar: Der James-Bond-Bösewicht mit der Kotmschine

(2) MONA-Fotos
Wir respektieren das Verbot. Die informative Webseite des Museums vermittelt einige Eindrücke. Auf Anfrage ermöglichen wir den nicht öffentlichen Zugriff auf unsere private Fotoserie.

(3) Regenbogenschlange
Die zweigeschlechtliche Regenbogenschlange ist eine zentrale Figur der Mythologie von Aborigines. Als weiblicher Erdgeist formt die Regenbogenschlange Berge, Täler und Wasserlöcher. In ihrer männlichen Erscheinung symbolisiert sie die Sonne und erzeugt den Regenbogen. 

(4) Norman Mailer - Ancient Evenings
Rezension in der 'Der Spiegel', 2.05.1983: Tscham, tscham, tscham

(5) Deutschsprachige Rezensionen 'River of Fundament'
Besprechung von Julia Voss in der FAZ vom 17.03.2014: Eure Wiedergeburt geht nach hinten los
Besprechung von Magdalena Hiller im Kontext der Wiener Festwochen 2014: Heilige Scheiße

(6) Ausstellungsseite Haus der Kunst, München - Matthew Barney: River of Fundament 

(7) MONA-Konzept
Wirtschaftliche Aspekte der Einrichtungen, die Exzentrik ihres Besitzers und die kompromisslose Radikalität des Museums werfen Fragen auf. Wer das Museum als Kabinett exotischer Kuriositäten versteht, hat es nicht verstanden. Das Museum vermeidet Glanz und Glimmer einer protzigen kulturellen Leistungsschau. Auf dem ersten Blick wirkt David Walsh's(1) Sammlung wie ein buntes Kaleidoskop, dessen strukturelle Muster eher zufällig, als geplant entstanden sind. Andererseits darf motiviertes Handeln unterstellt werden, wenn David Walsh(1) Objekte seiner Sammlung mit hohem Aufwand öffentlich ausstellt.(8)

Die Frage, ob die ausgestellten Objekte gemäß ‚Common Sense’ wertvoll sind oder ‚große Kunst’ darstellen, dürfte David Walsh(1) kaum interessieren. Antworten auf diese Frage sind für das Verständnis des Museums MONA ohne Relevanz. David Walsh(1) hat und nimmt sich die Freiheit, ‚Common Sense’ zu ignorieren und die Sammlung ausschließlich an Themen auszurichten, die ihn persönlich interessieren. Interessenlagen können über Zeit variieren. Trotzdem ist nach unserem Verständnis ein ‚roter Faden’ zu erkennen. Das Museum will die ‚Rückseite’ eines Bildes zeigen und dessen frontale Ansicht als ein idealisiertes Zerrbild der Wirklichkeit entzaubern.

MONA antizipiert Reaktionen auf Seiten der Besucher (Rezipienten), indem es Semantik und Symbolik von Museen mit kulturell geprägten individuellen Erwartungshaltungen und emotionalen Befindlichkeiten konfrontiert. Es macht darauf aufmerksam, dass eine dünne kulturelle Decke Muster von Widersprüchlichkeit, Verlogenheit und Absurdität einer Kultur verbirgt, die ihre Dynamik aus Triebhaftigkeit und hedonistischer Motivation menschlicher Natur bezieht.

Die verspiegelte Front des Museumseingangs könnte überschrieben sein: „Erkenne dich selbst!“ (Tempelinschrift des Orakels von Delphi). Eintretende Besucher treten hinter den Spiegel und werden mit sorgsam verborgen gehaltenen dunklen Flecken menschlicher Natur und Schattenseiten westlicher Kultur konfrontiert. Leidenschaft, Sex, Reichtum, Armut, Angst, Tod sind die Themen der Sammlung. Die Unterweltatmosphäre innerhalb des Museums bildet das Transportmedium der Botschaften.

Bei abstrakter Betrachtung kann die Inszenierung des Museums als eine spezifische Ausprägung des von David Walsh(1) entwickelten Erfolgsmusters verstanden werden. David Walsh's(1) Reichtum resultiert aus der praktischen Anwendung von Überlegungen, die mathematische Methoden mit ökonomischen Makro-Modellen und Annahmen über Gesetzmäßigkeiten menschlicher Verhaltensmuster kombiniert. Nicht anders operieren auch Hedgefonds-Manager, deren strategische Muster David Walsh(1) auf Handlungsfelder überträgt, die er versteht (durchschaut). Im Ergebnis beweisen solche Strategien, dass Realität ein soziales Konstrukt ist. Wer die Konstruktionsprinzipien versteht, kann soziale Realität zum eigenen Vorteil nutzen. Moralisch mag das verwerflich sein, aber was ist Moral? Moral ist das ‚Gegengift’ toxisch unsozialen Verhaltens. Je nach Anwendung, Dosierung und individueller Position in sozialen Netzwerkstrukturen wirkt auch das ‚Gegengift Moral’ toxisch. Die aktuelle Islamismus-Problematik ist ein exemplarisches Muster dieses Dilemmas.

Walsh's Konzept spielt mit perfider Logik. Das Museum, Objekte, Ausstellungen und Konzept muss man nicht mögen, aber Kunstinteressierte müssen das Museum besucht haben, um ihre eigene Expertise im sozialen Diskurs zu beweisen.  

(8) Sammlungen und Museen
Als Teil einer Sammlung verlieren Objekte ihren genuinen Kontext (der jedoch erkennbar bleibt). Mit der Zusammenstellung gleichartiger, ähnlicher oder (aufgrund welcher struktureller Prinzipien auch immer) korrespondierender Objekte kreieren Sammler ‚künstliche’ Kontexte, deren Symbolik (Überschussbedeutung) sich Dritten nicht immer erschließt. (Bei Kunstobjekten, die als ‚Kunst’ produziert werden, entfällt der Transformationsschritt vom genuinen zum ‚künstlichen’ Kontext.) Wenn Sammlungen öffentlich gemacht werden, entsteht ein Museum.

Was macht Museen erfolgreich (i.S. hoher Besucherzahlen)? Vermutlich wird es mehr als eine Antwort auf diese Frage geben. Der Erfolg von MONA beruht nicht auf Zufall. In einem Interview erklärte David Walsh(1) sinngemäß: ‚Wir geben kein Geld für Werbung aus, sondern wir sorgen dafür, dass die Öffentlichkeit auf uns aufmerksam wird’. Qualität erregt bekanntlich viel weniger Aufmerksamkeit als öffentliche Verletzungen von Tabus, Provokationen, schlechtes Benehmen. Mit diesen Instrumenten spielt das Marketing-Orchester seiner Einrichtungen. So wird auch nachvollziehbar, wenn David Walsh(1) für MONA den Begriff ‚Museum’ ablehnt und seine Einrichtung als ‚Anti-Museum’ bezeichnet.

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